Orangen & Co im WINTER?
In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gelten Zitrusfrüchte/Südfrüchte als kühlend, deshalb wird im Winter vom Verzehr abgeraten. Für den Sommer dagegen ist die kühlende Wirkung dieser Früchte genau richtig.
In der TCM werden Orangen, Mandarinen, Zitronen & Co. in der kalten Jahreszeit (Winter) nicht empfohlen, da sie eine kühlende Wirkung auf den Körper haben. Dies kann bei nass kaltem Wetter schnell zu einer Schwächung der Mitte (des Verdauungsfeuers) und des Immunsystems führen, was auch die Entstehung von Erkältungskrankheiten (Schnupfen, Husten, Halsweh…) begünstigt.
SÜDFRÜCHTE/ZITRUSFRÜCHTE sind vom Geschmack her sauer. Der saure Geschmack zieht zusammen. Dies ist vor allem bei Erkältungskrankheiten nicht erwünscht, weil die Erreger im Körperinneren „zusammen gehalten“ werden und von dort schwer zu entfernen sind. Bist du bereits erkältet und konsumierst Zitrusfrüchte, so erzeugt dies noch mehr Kälte und die pathogenen Einflüsse, welche von Außen in den Körper eingedrungen sind (wie Kälte, Nässe, Feuchtigkeit, Viren, Bakterien) bleiben im Körperinneren.
Auch BANANEN zählen zu den Südfrüchten. Diese haben ebenso eine thermisch kalte Wirkung. Einem Kleinkind in der Früh eine rohe Banane zu geben, schwächt zudem sein Bäuchlein – seine Verdauungskraft! Blähungen sind vorprogrammiert. Besser wäre, die Banane in Butter anzubraten, danach etwas Zimt und Honig drüber oder die Banane am Besten gleich im Hafer- oder Hirsebrei mitkochen.
Für den kühlenden Effekt der Südfrüchte ist in erster Linie der hohe Wassergehalt des Obstes verantwortlich und wo es wächst. Die Südfrüchte werden oftmals nicht mehr in der warmen Sonne reif, da sie viel zu früh geerntet werden. Auf diese Weise geht die wärmende Wirkung abhanden. Und es sagt ja schon der Name: SÜDFRÜCHTE, dh diese Früchte wachsen im Süden wo es warm ist und dienen dazu, die Menschen dort zu kühlen.
Leides du jedoch unter HITZE-Anzeichen und Trockenheit im Körper, dann ist das Fruchtfleisch von Orangen, Mandarinen und Zitronen gut, da sie eben kühlend und Säftebildend wirken. Verwende sie zB bei Trockenheit in der Lunge, trockenem Husten und Husten mit zähem Schleim um die Beschwerden zu lindern (aber nicht, wenn ein Infekt besteht!)
Trotz der eingangs beschriebener Eigenschaften, muss man in der kalten Jahreszeit nicht zur Gänze auf Südfrüchte verzichten. Man kann das Obst „yangisieren“ sprich: braten, kochen oder in einem Kuchen mitbacken. Idealerweise fügt man dann noch erwärmende Gewürze wie Zimt, Nelken, Anis, Sternanis oder Kardamon hinzu.
Es gibt noch bessere Vitamin C Bomben als Südfrüchte, nämlich das Wintergemüse :
Hier noch ein weiterer Link: https://mohr-tcm.at/der-kohl-als-supermedizin/

Sehr geehrte Frau Mohr,
was für eine tolle Seite!
Ich lese Ihre Beiträge mit großem Interesse und Vergnügen. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Leider habe ich nicht so eine Gabe mein Wissen so in Worte zu fassen.
Allerherzlichste Grüße,
Kerstin Sitter
Heilpraktikerin
Vielen Herzlichen Dank
Vielen lieben Dank!!!