GRÜN & SAUER – wie wirkt dies nach der TCM

GRÜN & SAUER 

GRÜN ist eng mit dem Frühling verknüpft. GRÜN ist Leben und Lebendigkeit, GRÜN hat eine entspannende Wirkung. Ist alles im „grünen Bereich“, brauchen wir uns keine Sorgen machen.

GRÜN ist das HOLZELEMENT, GRÜN ist ein Zustand des Werdens – wie grünes Obst, welches noch säuerlich schmeckt – der Geschmack der LEBER.

SAURE KÄUTER UND BEEREN WERDEN IN DER TCM VERSCHRIEBEN, UM DIE PSYCHE ZU BERUHIGEN, OB BEI UNRUHE, SCHWEREN SCHLAFSTÖRUNGEN ODER PANIKATTACKEN !!

Saures wird in der TCM eingesetzt, um das YIN zu bewahren. Yin ist Wasser, aber auch das Blut, die Ruhe, die Nacht, die Weiblichkeit, die Materie, das Sein zählt zu YIN. 

Fehlt dies in ausreichendem Maße oder kann es nicht frei fliessen, kann dies zu Unwohlsein führen. Denn  GRÜN wird mit Unwohlsein, mit Krankheit und Toxizität assoziiert. GIFTGRÜN. Sich grün und blau ärgern. Man kann sich mit Wut und Aggression selbst vergiften. Kein anderer Gefühlszustand ist so giftig für unser System, wie Ärger.

Was hilft? Ein Spaziergang im Grünen. Das reduziert den Stresslevel, regeneriert und sorgt für gute Laune. Eine Frischzellenkur für Körper, Geist und Seele.


DER SAURE GESCHMACK

Keine Geschmacksrichtung ist so emotional geladen, wie sauer.  Sind wir sauer, dann sind wir wütend, agressiv, zornig oder angefressen und das sind wir sehr oft und sehr schnell.  Die Wirkung des sauren Geschmackes kann man schnell nachvollziehen, wenn man in eine „saure Zitrone“ beisst. Alles zieht sich zusammen.

In der TCM sagt man: der saure Geschmack ist adstringierend und einschnürend. Dieser Effekt leitet die Energie nach innen und hält sie fest. Die Energie des Holzelementes sollte jedoch entspannt und frei,  nach oben und aussen fließen.

Der saure Geschmack sorgt für Stabilität und Halt und ist wie ein Anker für Psyche und Emotionen. Viele saure Kräuter und Beeren werden in der TCM verschrieben, um die Psyche zu beruhigen. Ob bei Unruhe, schweren Schlafstörungen oder Panikattacken.

Für einen Halt sorgt der saure Geschmack nicht nur auf psychischer Ebene. Durch seinen zusammenziehenden Effekt werden die Energie und die Substanzen im Körper beschützt. Dafür werden in der TCM saure Substanzen bei übermässigem Schwitzen oder Nachtschweiß eingesetzt. Aber Vorsicht:  Manchmal ist es gut und wichtig, kräftig vor sich hin zu schwitzen. Wie zB  im Sommer, weil schwitzen hier auch immer Kühlung bedeutet. Untertags passen leicht schweißtreibende und kühlende Getränke besser wie zum Beispiel ein Pfefferminztee. Sauere Getränke sind perfekt für den Abend um das YIN für die Nacht zu konservieren, wo Sammlung und Regeneration stattfinden sollte. Sprich: Da darf es dann auch ein „weißer Spritzer mit Zitrone“ sein.


SAUER BEI DURCHFALL UND INKONTINENZ

Die zusammenziehende Wirkung des sauren Geschmackes wirkt auch bei Inkontinenz und Durchfall, aber auch bei frühzeitigen Samenerguss – in der TCM ein Verlust einer wertvollen Essenz.


SAUER BEI TROCKENHEIT

Der saure Geschmack wir auch bei Trockenheitszuständen im Körper eingesetzt, um die Flüssigkeit in unserem Körper zu bewahren und zu speichern wie zB  bei trockenen Augen, trockener Haut, trockenen Schleimhäuten.

Oder auch die Psyche: in der TCM kann unserem Geist Flüssigkeit fehlen. Er wird dann steif und verliert die Beweglichkeit, wie ein Stück Holz, dem das Wasser entzogen wurde. Ein solches Holz ist leicht entflammbar sprich: aufbrausend und schnell beleidigt, sprich SAUER, das ist er emotionale Beigeschmack.

Dazu kommt: Trockenheit im Holz Element, also in LEBER & GALLENBLASE. Diese beginnen rasch zu brennen, sollten einmal Funken fliegen. Die Galle spuckt gerne Gift. Die Leber ist sensibel, sodass sie sogar „Läuse“ spürt (Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?)

Fehlt dem Holz die Feuchtigkeit (sprich YIN & Blut), dann liegt nicht nur die Reizbarkeit vor, sondern es fehlt auch der Humor. In diesem Sinne: SAUER MACHT lustig!!


VORSICHT BEI SÜSS & SAUER IN KOMBINATION

Der Spaß hört sich jedoch auf; wenn man zuviel an Saurem, konsumiert. Vor allem wenn man SÜSSES & SAURES kombiniert. Süß  ist nährend, es befeuchtet, süß gibt Energie. Sauer schnürt zusammen und speichert. Das ist gut für Schwangere, das ist gut für Kinder und gut für alle Menschen, die einen hohen Energiebedarf haben, die brennen, die schwitzen.

Süß und sauer ist jedoch weniger gut, wenn man diese Energie nicht gleich wiederverwertet. Man speichert sie sonst ein, sprich: es kommt immer mehr zu Feuchtigkeit im Körper und alles staut sich. Das kann zu Wasseransammlung führen, zu Ödemen, zum Nahrungsunverträglichkeiten, zu Bauchweh, zu einem weichem Stuhlgang, zu Übergewicht, zu rinnenden Sekreten aus allen möglichen Öffnungen. Und wenn die gestaute Flüssigkeit dann trübe wird und kippt, ist das vergleichbar mit einem Wassertümpel der veralgt. So sieht es dann im Körper aus. Ein Störfaktor und die Ursache für viele gesundheitlichen Problemen. In der TCM geht das von Neurodermitis bis zu Krebs.


KEIN SAURER GESCHMACK BEI INFEKTIONSKRANKHEITEN

Da der saure Geschmack zusammenziehend wirkt und nach innen leitet, sollte man den sauren Geschmack bei einer beginnenden oder akuten Infektion, Erkältung, Schnupfen, Verschleimung meiden wie Südfrüchte (Zitronen und Organen) usw. Besser ist der scharfe Geschmack, der den Erreger wieder „nach draussen“ transportiert sprich: INGWER. Bei Magenproblemen wie Sodbrennen bitte jedoch meiden, weil Ingwer einen scharfen Geschmack hat und dieser Hitze erzeugt.


SAURES UND DIE MUSKULATUR

Bitte nicht übertreiben!! Wird zuviel Saures gegessen, dann erhöht sich der Muskeltonus: Sehnen und Bänder werden steif. Das erlebt man oft bei Sportlern. Diese haben eine Affinität von süßem und saurem. Auch fällt MINERALWASSER unter die Kategorie „sauer“. Bei drei bis vier Liter pro Tag wird man zwar durchgespült, aber es wirkt auch verhärtend.


 

Quelle: die 5 Elemente/Mike Mandl

Posted on: Mai 17, 2021, by :

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