Myome / Zysten aus Sicht der TCM

MYOME / ZYSTEN: Was tun, wenn die Gebärmutter aus der Balance ist?

Myome/Zysten (sind gutartige Tumore. Manche von ihnen verursachen Beschwerden, andere bleiben unentdeckt) – bilden sich nach der westlichen Medizin im Gebärmuttermuskel aus Fasern und Bindegewebe, können weich und schleimig-klebrig sein. Warum diese entstehen oder zu wachsen beginnen ist wissenschaftlich nicht restlos geklärt. Sicher ist jedoch, dass für die Gewebswucherungen ein hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron verantwortlich gemacht wird. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen auch häufig Umweltgifte. Chemikalien, welche hormonell wirksam sein können wie der Kunststoffweichmacher Bisphenol A.  Auch psychosmoatische Einflüsse werden immer wieder diskutiert. Welche seelischen und gesitigen Stauungen führen zur Verdichtung auf der körperlichen Ebene?

Vor der Pubertät und nach der Menopause entstehen keine bzw. können diese in den Wechseljahren wieder verschwinden. So unterschiedlich sie auch sind, sie entarten laut neuestem Wissenstand so gut wie nie und lassen sich naturheilkundlich behandeln.

Aus Sicht der TCM traditionellen chinesischen Medizin – sind für Myome u Zysten eine Leber Blut und Leber QI Stagnation der Auslöser. Kann das Blut und das QI nicht frei fließen, so stockt es und sammelt sich an. 

Zuviel Feuchtigkeit und Schleim im Körper können ebenso eine Ursache sein (diese entstehen durch zuviel kalter Nahrung/Rohkost, Brotmahlzeiten, Weissmehlprodukte, Kuhlmilchprodukte, industrieller Zucker, Tiefkühlkost, Fertigprodukte, zuviel Kaffee, Alkohol, Medikamente, Drogen).

Die Milz und die Leber dürfen sodann gestärkt und harmonisiert werden, da: 

  1. Die MILZ durch die Aufnahme von Nahrung und Sauerstoff für die Blut und QI Produktion zuständig ist und das Blut in den Gefäßen hält. In der TCM werden der Milz ua. das Bindegewebe und die Muskulatur zugeordnet.
  2. Die LEBER ist das Haus des Blutes. Ist genug Blut vorhanden und das Leber QI harmonisch, kann dieses ungestört fließen. Die Leber sorgt für den glatten Fluss aller Dinge. Wenn irgendwas im Körper nicht fließt, so ärgert sich die Leber. Alles was länger besteht, landet bei der Leber. Diese attackiert dann wiederum die Milz

Weitere Zeichen für eine LEBER Blut und QI Spannung/Blockade  können sein: Erschöpfung, kalte Extremitäten, Bauchkrämpfe, Oberbauchschmerzen (in der Gegend von Magen und Leber/ Gallenblase), Spannung in der Brust, Menstruationsbeschwerden (bei PMS), schmerzhafte Regelblutung, starke Krämpfe, klumpiges Blut, Heisshunger auf Süßes, Reizbarkeit, Kopfschmerzen

Eine Störung des Energieflusses in den Chakren kann ebenso zur Myombildung beitragen.

Was wird in der TCM zum Einsatz gebracht um die Blockaden zu lösen?

      • Bestimmte Chinesische Kräutermischungen (Anfrage bei mir in der Praxis!)
      • Bio Vitalpilze (Extrakt in Kapsel)
      • Akupressur
      • Meridianenergieausgleich
      • Chakrenausgleich um die Energieblockaden im kleinen Becken zu lösen
      • Delila Essenzen – um alles wieder „in den Fluss“ zu bringen 🙂
      • Energetische Anwendungen / Entspannungsmethoden um nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Blockaden zu lösen

Ernährung:

Wirft man auf die Erkrankung einen ganzheitlichen Blick, gehört der Aspekt der Ernährung unbedingt mit auf den Prüfstand.

Auf eine ballaststoffarme und fettreiche Ernährung mit viel Fleisch erhöht den Östrogenspiegel und sollte daher darauf verzichtet werden. Eine hormonfreie Ernährung stoppt das Myomwachstum. Weißmehlprodukte, weißen Zucker und Kuhlmilchprodukte sollten ebenfalls weggelassen werden. Stattdessen viele Ballaststoffe zu sich nehmen und auf eine breite Vielfalt an Vollkorn-, Dinkel- und Grünkernprodukte zurückgreifen.

Von enormer Wichtigkeit ist auch die erste Mahlzeit des Tages: das thermisch warme Frühstück (es muss nicht immer ein süßer Brei oder Porridge sein, sondern kann auch eine Suppe, eine Eierspeise mit Gemüse oder Tofu, Hirse/Couscous oder Quinoa pikant zubereitet, ein getoastet Roggen oder Dinkelbrot sein);

Lebensmittel, welche das QI und Blut aufbauen: Hirse, Mais, Reis, Dinkel, Bulgur, Couscous, Roggen, Quinoa, Amarant, Grünkern (wirkt entgiftend), Hafer, Reis, Hülsenfrüchte, Karotten, Kürbis, Fenchel, Kartoffel/ Süsskartoffel, Kohlrabi, Kürbis, Kraut, Rote Rüben, grüne bittere Salate wie zB Endiviensalat, Radiccio, Chicoreé (kurbeln den Stoffwechsel an), saisonales Obst (Äpfel, Birnen – auch als Kompott) Rindfleisch, Hühnerfleisch, Kalbfleisch, Pilze, Schafkäse, Ziegenkäse, Kokosmilch, pflanzliche Milchdrinks anstelle von KUHMILCH, Datteln, Maroni, Feigen, Rosinen, Nüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam, Zwetschken, rote Beere/Säfte, Fische (Sardine, Lachs, Forelle, Makrele), gute Öle, frische Gewürze, Kümmel, Kardamon, Koriander….. (zuviel saures, fettiges, süßes, stark gewürztes sowie Kaffee und schwarzer Tee sollte vermieden werden)


TEE Tipps:

Blutregulierende KräuterTees: Frauenmantelkraut, Brennnesselblätter, Hirtentäschel und Schafgarbenkraut zu gleichen Teilen mischen. Einen EL mit ca 200ml kochendem Wasser übergießen und ca 10 min ziehen lassen. Ev mit Honig süßen und bis zu 3 Tassen am Tag trinken!

Leberunterstützende KräuterTees: 30g Mariendistelsamen, 30g Löwenzahnwurzel, 20g Artischockenblätter und 20g Pfefferminblätter. 3 Mal am Tag einen Teelöffel mit 200ml kochendem Wasser übergießen, ca. 8 Minuten zugedeckt ziehen lassen und den Sud warm und schluckweise trinken.


 

  1. Auch auf eine Veränderung der Lebensweise darf großen Wert gelegt werden. Vor allem wäre der Stress zu meiden bzw. diesen danach ausgleichen ev. mit einem Spaziergang in der Natur – welcher keinen zusätzlichen Stress verursacht, sondern ein Genuss ist und Spaß macht – also ohne Zeitdruck!
  2. Der Herbst hat so viele Farben, so viele Gerüche und so viel Sinnlichkeit – genieß den Moment und lebe im Hier und Jetzt. Oft verpassen wir die wunderbaren kostbaren Momente, weil wir ständig anderes im Kopf haben. Wer aber Achtsamkeit ausübt, kann die wunderbaren Augenblicke voll auskosten ♥
  3. Bewegung ist generell eine Möglichkeit, wieder Schwung in das Becken zu bringen und damit die Energie wieder ins Fließen zu bringen (Qi Gong, Tai Chi, Bauchtanz, Yoga)
  4. Sich in Gelassenheit üben – die Leber liebt die Gelassenheit – sich bei Ärger fragen, ob sich dieser auszahlt? Was kann ich verändern?
  5. Die Leber liebt aber auch die Kreativität (Arbeit im Garten, Basteln, Malen, Handarbeiten, Tanzen)

 

Hat man sich dennoch für eine operative Entfernung entschieden, gibt es naturheilkundliche Möglichkeiten, den Eingriff unterstützend vor- und nachzubereiten. Das Ziel dabei ist, die Wundheilung zu fördern, die Blutungen zu dämmen und das Narbengewebe von innen und aussen zu behandeln – und nicht zuletzt: für das seelische Gleichgewicht zu sorgen ♥ 


 

 

Quelle: natur & heilen; die chinesische Hausapotheke

 

 

 

 

Literatur: natur & heilen; Die chinesische Hausapotheke

Posted on: Oktober 10, 2017, by :

3 thoughts on “Myome / Zysten aus Sicht der TCM

  1. Dankeschön für diesen Beitrag, ich denke er hat mir viel geholfen, vor allem in Bezug auf eine entsprechende Ernährung.

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