Schlafstörung aus Sicht der TCM/Meridiane und 5 Wandlungsphasen

In der TCM ist es wichtig, nicht an den Symptomen einer Beschwerde hängen zu bleiben, sondern zum Ursprung des eigentlichen Leidens vorzudringen.

Auch wenn der Griff zu Medikamenten  – abgesehen von den Nebenwirkungen – einfacher ist, sollte man aktiv an der Beseitigung des Übels mitarbeiten und das Problem an der Wurzel packen. Das Bekämpfen chronischer Schlaflosigkeit mit Schlafmittel, kann zu ständiger Dosissteigerung führen (wenn die Tabletten nicht mehr helfen) und daher ist es ratsam, den Teuefelkreis zu unterbrechen – bevor körperliche und geistige Schäden eintreten.

Jedoch können die TCM und Mittel aus der Naturheilkunde keine Wunder bewirken, wenn man seine Lebensgewohnheiten und die Einstellung zum Leben nicht ändern will.

Manchmal ist eine Schlaflosigkeit auch auf eine Mangelernährung zurückzuführen und es kann Kalzium, Vit B oder Vit D im Körper fehlen. Darum ist in der TCM die Ernährung auch ein wichtiger Faktor! 


Körperliches und seelisches Wohlbefinden hängen davon ab, dass der Körper ausreichend mit QI und Blut versorgt wird und das QI im Körper frei fliessen kann. Fehlt dem Körper das nährende und befeuchtende Blut (YIN), kann dies zu Schlafstörungen führen, da das YIN unter anderem für die Ruhe und die Nacht zuständig ist.
Lies hier auch gerne zum Thema QI nach: https://mohr-tcm.at/qi-und-ihre-bedeutung/

Was zählt zu Schlafstörungen?

Einschlaf- und Durchschlafstörungen – welche folgende Ursachen haben können:

  • Störungen aus der YIN/YANG Perspektive (QI & Blut)
  • Störungen des Blutes (Blutmangel oder Blutstagnation)
  • Störungen in den Meridianen (Blockaden)
  • Störungen aufgrund emotionaler/mentaler Probleme
  • Geopathische Störfelder und Elektrosmog
  • Disharmonische Lebensweise

STÖRUNGEN IN DEN ORGANEN (östlich gesehen):

Wie zeigt sich eine Disharmonie zwischen HERZ und NIERE?

Die Ursache dafür können emotionaler Stress, übermäßige Sorgen bzw. Nachdenklichkeit oder Traurigkeit – wenn diese zu lange anhalten – sein. Es kommt zum sogenannten „Herzfeuer“, dies führt zu nächtlichem Erwachen, Unruhe, Nachtschweiss (vor allem im Brustbereich oder/aber auch im Nacken) und/oder zu ausgeprägten Träumen/ Albträume.

Als begleitende Symptome können weiters auftreten: 

  • Herzrythmusstörungen
  • Unruhe
  • Angstzustände
  • Schwindel
  • chronische Müdigkeit
  • Ohrgeräusche/Tinnitus
  • bitterer Mundgeschmack und Durst
  • Rückenprobleme

Das Nieren-YIN wird/ist geschädigt und kann das Herz-YIN nicht mehr ausreichend versorgen.

  • Störungen des BLUTES: 

Das Blut in der östlichen Medizin ist nicht Bluteisen und Hämoglobin sondern „DER ROTE SAFT“, welcher aus 80 % Wasser besteht und mitunter nicht nur die Funktion hat, das Herz zu nähren, sondern es auch zu kühlen. Eine Störung des Blutes wir eingeteilt in:

  1. Blutmangel (siehe auch: https://www.mohr-tcm.at/blutmangel/ )
  2. Blutstagnation (Stau erzeugt Hitze. Entsteht oftmals, wenn man Ärger unterdrückt. Das hat zur Folge, dass im Leberbereich alles gestaut wird und das Blut den Weg zum Herzen nicht mehr passieren kann)
  3. Bluthitze (typisch auch in der Menopause)

BLUT aufbauen mit folgenden Lebensmittel:

  1. Kurmässig (2-3Wochen) tgl. ein Glas Roter Rüben Saft
  2. rote Früchte/Beeren (am besten frisch und saisonal oder im Winter als als Kompotte)
  3. Granatapfel,
  4. Gojiiberren (tgl eine Hand voll)
  5. Aroniabeeren
  6. Hühnerfleisch
  7. Rindfleisch
  8. Wurzelgemüse
  9. viel grünes Gemüse und Blattgemüse
  10. Datteln/ Rosinen
  11. sowie das NIEREN YIN aufbauen mit: Samen und Sprossen (Mungobohnen), viel Hülsenfrüchte ( Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen), salziger Fisch, Muscheln, Soja-/Fischsauce, Algen, Oliven, Kapern.

Zuviel erhitzende Lebensmittel meiden:

  1. scharfe Gewürze
  2. Alkohol
  3. Schwarztee / grüner Tee
  4. Lammfleisch
  5. frittierte (panierte) Speisen
  • Disharmonie der GALLENBLASE – diese ist an der Qualität des Schlafes beteiligt :

Ein Herz und Gallenblasen QI Mangel kann zu frühzeitigem Erwachen in den frühen Morgenstunden – ohne wieder einschlafen zu können – führen. Der Schlaf ist ein oberflächlicher, begleitet von Träumen. Man wacht nachts zwischen 23.00h und 01.00 h auf.

  • Disharmonie in der LEBER bzw. Leberblut/YIN-Mangel:

Auslöser können zuviel Druck, Stress, Wut, Zorn, Ungeduld, Frustration, zu fettes Essen, zu spätes Essen, zuviel Alkohol usw, sein. All das führt zu einem unruhigen Schlaf, sowie nächtlichem Erwachen zwischen 01.00h und 03.00h früh. Es kann auch zu „sprechen im Schlaf“ und Schlafwandeln führen.


ACHTE AUF DEINE LEBENSWEISE, damit der Körper für den Schlaf „runterfahren“ kann.

  1. Dimme abends das Licht! Viele machen die Nacht zum Tag. Zuviel künstliche Beleuchtung suggeriert dem Körper, dass das ganze Jahr über Sommer ist und sich der Körper ständig in einem YANG Modus befindet, welcher Energie in Form von Adrenalin produziert. Im Winter und abends also die Beleuchtung mildern und es schumrig halten. 

  2. Meide abends zu spätes arbeiten am Computer (verbraucht das YIN)

  3. Verzichte vor dem Schlafengehen auf üppige Speisen. Eine leichte Mahlzeit bis ca 19h wäre optimal. 

  4. Mach dir einen „Schlaftrunk“. Entweder ein Glas Pflanzenmilch mit etwas Honig oder ein Kräutertee aus Melisse, Baldrian und Hopfen. Ein kleines Glas Weizenbier zählt auch dazu. 

  5. Gönn dir eine Entspannung. Eine Stunde vor dem Schlafengehen ein Entspannungsbad oder warm duschen (den Wasserstrahl ein paar Minuten auf die HWS/Nacken rieseln lassen). Danach die Fusssohlen bis zum Unterschenkel von unten nach oben massieren. Insbesondere die Zonen auf der Fusssohle – Fussmitte und die Fersenmitte – gehören dem Nierenmeridian an und haben einen sehr günstigen Einfluss auf die Psyche. 

  6. Atme bewusst. Mach Atem – Entspannungsübungen im Bett oder hör dir eine entspannende Meditation an (Tipp: Neuromusik von Karl Edy: https://www.karledy.at/?wpam_id=68


  • Geopathische Störfelder und Elektrosmog

diese können den Schlaf ebenso beeinträchtigen. Richte das Schlafzimmer nach Feng Suhi aus und leg unters Bett die „Blume des Lebens“. Diese zerstreut die Informationen der geopathischen Störungen. Sie wirkt auch bezüglich Elektrosmog – der Grundsatz wäre sowieso, sämtliche elektrische Geräte aus dem Schlafraum zu verbannen. Denn durch die elektromagnetischen Felder wird unser Körper negativ beeinflusst und kann zu Stress, Belastung des Immunsystems und Herz-Kreislauf-Systems führen. Ebenso wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigt

Einschlafen mit dem TV?

Viele glauben, dass der Fernseher eine ideale Einschlafhilfe ist, fernsehen müde macht und dies keinerlei Auswirkung auf die Gesundheit hat. Schläft man jedoch vor dem laufenden Fernseher ein, werden permanent die Geräusche und das blauwellige Licht an unser Gehirn gesendet  – diese sind Wecksignale – und wirken sich negativ auf einen gesunden Schlaf aus. Das blauwellige Licht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. 

Auch sollten Babys oder Kinder nicht schlafen, während der Fernseher läuft. Der erholsame ruhige Schlaf in der Nacht ist von besonderer Bedeutung für die kindliche Gesundheit, da in der Nacht das Wachstumshormon an den Körper abgegeben wird. Darum sind auch feste Schlafenszeiten wichtig, um nicht schon im Kindesalter Schlafstörungen zu entwickeln, unter welchen man im späteren Leben zu leiden hat.


Behandlungsansätze:

Die TCM kann Ausgleich schaffen und harmonisierend bei Schlafproblemen einwirken.

Die Anwendungen erfolgen über:

  • bestimmte Meridiane
  • die 8 ausserordentlichen Gefäße 
  • Moxen bestimmter Akupressurpunkte
  • geführte Entspannungstechniken und Atemübungen – um die Emotionen zu beruhigen

Es gibt auch einige Druckpunkte, welche bei Schlafstörungen zum Einsatz kommen. Hier zwei davon:

  1. Druckpunkt zwischen den Augen: Massiere täglich ein paar Minuten lang den Punkt zwischen den Augenbrauen. Dabei wird die Zirbeldrüse aktiviert, welche das Schlafhormon (Melatonin) produziert.
  2. Akupressurpunkt Herz 7: Dieser Punkt befindet sich in der Handgelenksfalte (wo der kleine Finger ist). Hilft bei Schlafstörungen aber auch bei Ängstlichkeit und Herzklopfen/Palpitationen. Auch diesen Punkt ein paar Minuten lang massieren. 

Auch chinesische Kräuter/Dekokt, Bio Heilpilz-Kapsel (Extrakt) (Infos bei mir in der Praxis), Tees, ätherische Öle, aber auch Essenzen und Aurasprays von Delila https://mohr-tcm.at/delila können sehr gut unterstützend bei Schlafproblemen eingesetzt werden.

©TCM Energetik E. Mohr


  Quelle: J.V. Müller/ chinesisch Heilen / E. Mohr

 

Posted on: Februar 20, 2017, by :

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